zum nach:DENKEN
George Tabori "war ein weiser und kindlicher Mensch, ein
wunderbarer Zauberer", so Peymann. Der Schriftsteller, Dramaturg, Regisseur und Allround-Theatermacher ist gestern im Alter von 93 Jahren verstorben.
bts - 24. Jul, 14:41
also alt werden ist eigentlich keine gunst oder geschenk gottes (oder wessen auch immer) sondern mehr eine bestrafung.
ich war unlängst mehrere stunden im spital, lang genug, um das geschäftige treiben zu beobachten, und mit diversen ekligen krankheiten und geschwüren und ausschlägen und ähnlichen sicherlich extrem ansteckenden ungustiösen dingen konfrontiert zu werden.
heute musste ich wieder, und nächste woche wieder - also wäre ich nicht schon aus einem bestimmten grund hier, spätestens hier fallen einem tausend gründe und symptome und ansteckungsgefahren ein, außerdem tun mir plötzlich lauter stellen weh, die sich vorher noch nie gemeldet hatten - womöglich aufgrund der visuellen abschreckungen rund um mich herum.
heute musste ich jedenfalls besonders lange und unweigerlich zusehen, wie sich alte menschen mit prothesen, geschwüren, verbänden, schlurfend, schleichend fortbewegen, getragen, gezogen, geschoben, abgestellt und warten gelassen werden.
sie alle haben unglückliche, verhermte, enttäuschte, verängstigte oder aber ausdruckslose gesichter - eines haben sie jedoch alle gemein: das funkeln und die lebensfreude ist ihnen aus den augen gewichen.
sie alle quälen sich sichtbar ab, ohne sichtliches ziel oder sichtlichen grund.
warum dürfen solche menschen nicht entscheiden, den eigenen leidensweg würdevoll und halbwegs risikolos abzukürzen, und in solchen fällen schmerzlos aus dem leben zu gehen?
bts - 16. Jun, 15:08
ich weiß, es kommt spät, doch da ich jetzt nicht im lande war, bin ich auch informationstechnisch ein wenig hintennach.
umso schockierender die neuigkeit über den selbstmord der fantastischen marie zimmermann, mit der ich im rahmen der wiener festwochen arbeiten durfte.
leider hatte ich nicht viel gelegenheit, diese aussergewöhnliche frau kennenzulernen, umso mehr hatte ich mich bereits sehr auf die heurige zusammenarbeit gefreut.
in erinnerung habe ich ihre einzigartigen, kurzen, langen, pointierten, bewundernden aber in jedem fall treffenden ansprachen auf den unzähligen premierenfeiern während des festivals, ausserdem ihre offene und kommunikative art.
„Marie Zimmermann, meine Schauspieldirektorin und große Freundin hat sich nach schwerer Krankheit entschlossen, aus dem Leben zu gehen. Ich und meine Freunde von den Wiener Festwochen sind mit großer Trauer erfüllt.“
Luc Bondy
bts - 23. Apr, 15:02
... die determinations(hypo)these von b.baerns (eine der wenigen kommunikationswissenschaftlerINNEN) besagt, dass die zwei teilsysteme journalismus & pr einander gegenseitig beeinflussen (meist wird dies als negativ gedeutet, und zwar in einer weise, dass die journalisten von der pr beeinflusst werden, und tw. passagen / presseaussendungen z.B. aus zeitmangel, gestiegenem termindruck, abgabefristen,... wortwörtlich übernehmen.)
also folgende artikel in zwei doch eher unterschiedlichen tageszeitungen (online-fassung):
ÖSTERREICH: Wien, 14. Februar 2007
Unter enormer Anteilnahme der Familie, von Kollegen, Politikern und Freunden ist der Journalist Alfred Worm zu Grabe getragen worden.
Auch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) erwies dem Verstorbenen, den er noch vor zwei Wochen als besten Journalisten des Jahres 2006 ausgezeichnet hatte, am Wiener Zentralfriedhof die letzte Ehre. Unter Tränen verabschiedete sich auch Natascha Kampusch von Worm, der das Entführungsopfer noch im Sommer exklusiv interviewt hatte.
Platz im Ehrenheim der Stadt Wien
Beigesetzt wurde der Verstorbene im Ehrenhain der Stadt Wien. Worm, der seit längerem an Herzproblemen litt, war am 5. Februar im 62. Lebensjahr einem Herzinfarkt erlegen. "News"-Generalgeschäftsführer Oliver Voigt ehrte Worm als "Mann der Tat, bescheiden, kollegial und hilfsbereit.
Er war ein ganz großer Mensch", sagte Voigt, und kündigte an, dass die Verlagsgruppe "News" künftig zu Ehren des verstorbenen Herausgebers einen "Alfred-Worm-Preis" für investigativen Journalismus ausschreiben werde.
Kurze Lebenszeit gut genutzt
"Er war ein Journalist aus Leidenschaft und hatte eine respektvolle Aufmerksamkeit für die katholische Kirche", würdigte Medienbischof Egon Kapellari den Journalisten. Die ihm zugemessene Lebenszeit sei "für heutige Verhältnisse" kurz gewesen, aber Worm habe sie gut genutzt, so der Bischof, der den Verstorbenen auch einsegnete.
Altbürgermeister Helmut Zilk, den mit Worm eine lange Freundschaft verband, erinnerte an eine der letzten "großen Geschichten" des Verstorbenen, die BAWAG-Krise. Lange habe sich Worm gewünscht und dafür gekämpft, dass in dem Zusammenhang Helmut Elsner nach Österreich ausgeliefert werde. Als das am Dienstag eintrat, konnte Worm es nicht mehr miterleben: "Er wurde von der Zeit überholt".
Prominente Trauergäste aus Politik, Medien und Kultur
Unter die Trauergäste mischten sich neben dem Bundeskanzler auch Unterrichtsministerin Claudia Schmied und Frauenministerin Doris Bures (beide S), der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (B), der ÖVP-Mediensprecher Franz Morak sowie zahlreiche Vertreter der Stadtregierung. Ebenso sagten die Spitzen der heimischen Medienlandschaft ihrem ehemaligen Kollegen "Lebe wohl".
Unter ihnen fanden sich neben Voigt auch ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, die Brüder Wolfgang und Helmut Fellner, "profil"-Herausgeber Christian Rainer, Gruner+Jahr-Vorstand Torsten-Jörn Klein, "Kurier"-Chefredakteur Christoph Kotanko sowie zahlreiche ehemaligen Kollegen von "profil" und "News", die ihren ehemaligen Herausgeber mit weißen Rosen verabschiedeten. Rosen gab es auch von Natascha Kampusch, die nach dem Begräbnis rasch und unter Tränen verschwand.
Original
UND JETZT:
DER STANDARD:
Alfred Worm zu Grabe getragen
Journalist im Ehrenhain der Stadt Wien beigesetzt - Gusenbauer und Kampusch unter Trauergästen - Voigt initiiert "Worm-Preis"
Unter enormer Anteilnahme der Familie, von Kollegen, Politikern und Freunden ist der Journalist Alfred Worm, der als Inbegriff des österreichischen Aufdeckungsjournalist galt, am frühen Mittwochnachmittag am Wiener Zentralfriedhof zu Grabe getragen worden. Auch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (S) erwies dem Verstorbenen, den er noch vor zwei Wochen als besten Journalisten des Jahres 2006 ausgezeichnet hatte, die letzte Ehre. Unter Tränen verabschiedete sich auch Natascha Kampusch von Worm, der das Entführungsopfer noch im Sommer exklusiv interviewt hatte.
"Alfred-Worm-Preis" für investigativen Journalismus
Beigesetzt wurde der Verstorbene im Ehrenhain der Stadt Wien. Worm, der seit längerem an Herzproblemen litt, war am 5. Februar im 62. Lebensjahr einem Herzinfarkt erlegen. "News"-Generalgeschäftsführer Oliver Voigt ehrte Worm als "Mann der Tat, bescheiden, kollegial und hilfsbereit. Er war ein ganz großer Mensch", sagte Voigt, und kündigte an, dass die Verlagsgruppe "News" künftig zu Ehren des verstorbenen Herausgebers einen "Alfred-Worm-Preis" für investigativen Journalismus ausschreiben werde.
Zilk: "Er wurde von der Zeit überholt"
"Er war ein Journalist aus Leidenschaft und hatte eine respektvolle Aufmerksamkeit für die katholische Kirche", würdigte Medienbischof Egon Kapellari den Journalisten. Die ihm zugemessene Lebenszeit sei "für heutige Verhältnisse" kurz gewesen, aber Worm habe sie gut genutzt, so der Bischof, der den Verstorbenen auch einsegnete. Altbürgermeister Helmut Zilk, den mit Worm eine lange Freundschaft verband, erinnerte an eine der letzten "großen Geschichten" des Verstorbenen, die BAWAG-Krise. Lange habe sich Worm gewünscht und dafür gekämpft, dass in dem Zusammenhang Helmut Elsner nach Österreich ausgeliefert werde. Als das am Dienstag eintrat, konnte Worm es nicht mehr miterleben: "Er wurde von der Zeit überholt".
Unter die Trauergäste mischten sich neben dem Bundeskanzler auch Unterrichtsministerin Claudia Schmied und Frauenministerin Doris Bures (beide S), der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (B), der ÖVP-Mediensprecher Franz Morak sowie zahlreiche Vertreter der Stadtregierung. Ebenso sagten die Spitzen der heimischen Medienlandschaft ihrem ehemaligen Kollegen "Lebe wohl".
Auch Kampusch unter den Trauergästen
Unter ihnen fanden sich neben Voigt auch ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, die Brüder Wolfgang und Helmut Fellner, "profil"-Herausgeber Christian Rainer, Gruner+Jahr-Vorstand Torsten-Jörn Klein, "Kurier"-Chefredakteur Christoph Kotanko sowie zahlreiche ehemaligen Kollegen von "profil" und "News", die ihren ehemaligen Herausgeber mit weißen Rosen verabschiedeten. Rosen gab es auch von Natascha Kampusch, die nach dem Begräbnis rasch und unter Tränen verschwand.
Original
bts - 14. Feb, 17:25
hah! die usa erstmals seit über vier jahren wieder überflügelt! und mit 2,2% prognostiziertem wirtschaftswachstum ihre mickrigen 1,9 prozent ausgestochen...
selbst stagnierende unternehmen sind wieder im aufschwung und beginnen vermehrt wieder zu expandieren.
und warum, werte wirtschaftsexperten?
aufgrund der osterweiterung, meinen die. aufgrund des steigenden wohlstands und dem ausgleich im alten kontinent.
also was sagt ihr jetzt, ihr erweiterungsgegner? wahrscheinlich seid ihr immer noch dagegen, denn eure populisten werden das schon irgendwie so darstellen können, dass wir trotzdem von den bösen ausländern und überhaupt der eu, und dem osten überhaupt nur bedroht und beschmutzt und runtergezogen werden. vielleicht sollten die öfters mal wirtschaftsblatt lesen, also die populisten!?
denn das ausgleichen von gesellschafts- und wirtschaftssystemen ist nicht abzulehnen! denn:
gehts wirklich allen besser, gehts der wirtschaft besser. und gehts der wirtschaft gut, gehts ja bekanntlich uns allen gut.
(a propos - unbedingt mal in nächster zeit - februar, ostern,... in die USA fahren - die beste zeit jetzt; verlust für die, gewinn für uns, der wechselkurs ist genial, der euro im moment so hart - exporttechnisch bissi blöd, aber touristisch gesehen super!!! [1€~1,4US$])
bts - 3. Jan, 20:07
frau L.! eine schlechte verliererin zu sein ist das eine, aber den armen herrn F. gleich zu verklagen? noch dazu nicht nur zivil-, sondern sogar gleich strafrechtlich!? Als ob ihnen alleine ein nachteil dadurch entstanden wäre – die bewerbungen aller konkurrentInnen wurden doch veröffentlicht! nicht nur ihre.
außerdem präsentiert man sich in einer bewerbung doch immer gut – also warum ein nachteil?
und warum werden sie, wenn sie als privatperson klagen, von der rechtsabteilung des unternehmens vertreten (wahrscheinlich kostenlos noch dazu), das sie (noch! nicht mehr lange!) leiten?
das verstehe ich irgendwie nicht.
aber ich werde jetzt lieber aufhören, und meinen mund halten, sonst werde ich vielleicht auch noch verklagt. oder muss noch höhere gebühren für das immer schwächer werdende und mehr und mehr kränkelnde programmangebot zahlen – als ob nicht schon 300€ im jahr überbewertet wären!!
bts - 13. Dez, 15:19
im gegensatz zu deutschland, wo sie nur viermal höher ist. wovon ich rede?
von der suizidrate unter homosexuellen im gegensatz zu heterosexuellen jugenlichen. unlängst erst wieder. ein 16jähriger bursche, der schönerweise zwar zu hause auf akzeptanz stieß, also von seinen eltern für seine gefühle nicht verurteilt wurde, jedoch sowohl in der schule als auch in der freizeit von mehreren seiten gemobbt wurde. zu tode sekkiert. in unserer toleranten, offenen westlichen kultur. aber nein, so etwas gibt es doch heutzutage nicht mehr - nicht hier! vielleicht im osten, aber hier...
doch. hier. in wien. geht auf die strasse, geht mit offenen augen durch die stadt. es wird auch hier noch immer gegafft, im besten fall, oder aber gestänkert, sogar geschlägert, im negativen fall.
macht einen versuch: geht mit zwei burschen in ein beliebiges lokal, z.B. ein innenstadt-café, die passage, etc. lass die zwei burschen entweder händchen halten, oder aber sich mit bussi-bussi begrüßen. schon hast du die aufmerksamkeit auf deiner seite.
nur nicht schüchtern sein.
bts - 15. Nov, 15:21