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zuerst ein bummel über den hotspot der stunde - den brunnenmarkt. das aufstreben des gesamten sechzehnten bezirks lässt sich konzentriert auf dieser fußgängerzone erleben - wer außerdem knapp bei kasse ist bzw. keine zeit hat, auf urlaub zu fahren, soll auf den brunnenmarkt spazieren, und einfach nur um sich hören, sehen, staunen, die verschiedensten düfte einatmen und glaubt mir - man kommt sich vor wie im in so vielen abenteuerromanen besungenen und wild und verführerisch beschriebenen orient!
außerdem sprießen einzigartige multikulturelle und immer mehr an berliner chic erinnernde lokale an allen ecken und enden hervor, und wer außerdem noch zeit findet, kann vorführungen, lesungen, ausstellungen oder performances des "soho in ottakring-festivals" besuchen.
mit verdammt billigem, frischen, duftendem und wohlmundendem obst und gemüse verlasse ich den sechzehnten um mich kurz darauf in der wohl genialsten jugend- kunst- und kulturoase der stadt wiederzufinden - dem museumsquartier. dort ist immer irgendjemand, den man kennt, garantiert. es hat also einige zeit gedauert, durch die höfe zu flanieren, mal da mal dort zu plaudern, und dann am fuße der maraihilferstraße diesen ganz magischen ort mitten in der stadt wieder zu verlassen.
die ist ganz hektisch, voll und laut, ich eile sie hinauf, um bei einem großen internationalen bekleidungshaus einen freund zum essen abzuholen, wir flüchten in eine seitenstraße, die theobaldgasse, und schlemmen im vapiano - nicht gerade das billigste, aber für die qualität und das ambiente, das einem geliefert wird, voll in ordnung. (und soweit ich weiß, der erste sort of fast food italiener in wien!)
nachher noch zur amerikanischen konkurrenz zu einem latte und sündhaft kalorienreichen nachspeisen - man gönnt sich ja sonst nichts (haha. wenns nur so wäre!)
am heimweg quer durch den ersten und vorbei an der sich immer stärker ausbreitenden relax-oase am donaukanal - highlight dort sicher das badeschiff, wo ich wieder jemanden treffe, und am sonnendeck auf einen drink einkehre - noch kurz zu meinem lieblingsdiskonter, um restliche einkäufe abzudecken. zu hause angekommen die kleider vom leib reißen, ventillatoren an und ab in die horizontale.
später dann eine erfrischende gazpacho mit frischem basilikum und ab unter die dusche - eiskalt erfrischt (und gleich wieder schwitzend) ab aufs rad und in der immer noch prallen nachmittagssonne rüber zur burg, denn es wartet noch ein spannender theaterabend - king lear im rahmen der wiener festwochen, ich quasi eingezwängt zwischen castorf (mit dem ich wenige tage zuvor auf der premierenfeier seines "nord" sehr angenehm plauderte, und der sich sogar daran erinnerte) und meiner ganz besonderen freundin ulli stenzl.
eine wahnsinnig tolle spannende berührende und einfach nur atemberaubende produktion, die im herbst (angeblich) ins programm aufgenommen wird - unbedingt anschauen!!! eine bondy-inszenierung mit voss und minichmayr, doch es brillieren alle schauspieler, und nicht zuletzt bestechen das bühnenbild und die kostüme.
nachher noch kurzes warten und plaudern am bühneneingang und dann noch einen schlummertrunk im palmenhaus, um dann zu hause erschöpft aber schlücklich ins bett zu fallen.
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bts - 11. Jun, 00:11